Sonntag, 18. September 2011

Hallo, Realität

Liebe Grüße an all die verpassten Momente, an die ganzen Chancen die man nicht wahrgenommen hat, ich weiß ganz genau, irgendwo seid ihr. Vielleicht im Himmel der Kodakmomente oder derer, die es mal werden sollten, zusammen mit den Träumen die nie wahr geworden sind und . Warum seid ihr immer so unscheinbar? Erst wenn die Gelegenheit wie Sand durch die Finger geronnen ist weiß man, was man grade verpasst hat. Das muss aufhören, finde ich. Ich werde sie finden, die perfekten Momente. Nicht mehr 5 Minuten zu spät realisieren, dass ich gerade etwas verpasst habe. Damit aus Möglichkeiten wahr gewordene Träume werden.  

Dienstag, 23. August 2011

"Ich dachte du hast die Schlüssel!"

Hiermit möchte ich offiziell Protest anmelden. Die Welt ist mir zu kompliziert! Ständig muss man sich über unnötige Dinge Gedanken machen, die im Zweifelsfall sowieso anders kommen als geplant. Und was ist eine der häufigsten Ursachen? Falsche Kommunikation. Könntet ihr mir alle bitte einen Gefallen tun und mal sagen, was ihr wirklich meint? Eigentlich ahnt man, dass hinter einem "ganz nett" ein "ziemlich scheiße" steckt, ganz sicher ist man sich aber trotzdem nie. Wie wär's mal (außer mit Gemütlichkeit) mal mit Ehrlichkeit und Direktheit? Ich habe da einen wunderbaren Vorschlag aus dem Buch "Die Minute der Wahrheit" (Björn Sortland). Einmal am Tag eine Minute die Wahrheit sagen, am Stück. Man glaubt gar nicht wie schwierig das ist. Aber ist das nicht eine hervorragende Gelegenheit, den Menschen die man gern hat, mal zu sagen WIE gern man sie eigentlich hat?


Für eine ehrliche (aber trotzdem freundliche, Ehrlichkeit heißt nicht, "jetzt beleidige ich mal ordentlich!" sondern allenfalls "konstruktive Kritik") und nicht unnötig Komplizierte Welt. 


Nora 

Sonntag, 21. August 2011

Anatidaephobie

Anatidaephobie - Die Angst von einer Ente beobachtet zu werden


Was für ein Schwachsinn, gebt es zu, etwas in diese Richtung ist euch beim Lesen 
dieses Satzes in den Sinn gekommen. Welcher Mensch denkt sich das aus, es gibt schon komische Idioten. Das ist es doch, was man denkt. Zugegeben, genau das habe ich gedacht. Ziemlich genau in diesem Wortlaut. Aber mal ehrlich. Wenn sich ein Psychiater Gedanken über dieses Phänomen gemacht hat, scheint es tatsächlich Menschen zu geben, die darunter leiden. Vielleicht ist es seltsam, dass es einen Namen hat. Aber bei näherer Betrachtung, jeder hat seine eigene Anatidaephobie, vielleicht eine Namenlose. Die Angst zu versagen (vielleicht gibt es dafür ja einen Namen?), die Angst abgelehnt zu werden, oder die Angst am Montagmorgen aufzustehen, weil man weiß, dass die Woche eine einzige Tortur wird. Platzangst. Höhenangst. Das kennt ihr auch. Ganz sicher. Und irgendwie haben wir alle schon einen Ausweg aus unseren Ängsten gesucht. Hätte ich ein ultimatives Geheimrezept dagegen, würde ich nicht mehr zur Schule gehen und wäre reicher als Bill Gates und Paris Hilton zusammen. Aber gut, ich kann es ja versuchen. Ein Zitat von Winston Churchill passt gut zu diesem Thema. "If you're going through hell, keep going." Das ist das, was einem Ausweg am nächsten kommt. Wenn du das Gefühl hast, an deinen Ängsten zu scheitern, bleib auf keinen Fall stehen und denk darüber nach, dass du grade versagst. Sondern mach dich so schnell wie möglich an die Lösung des Problems. 
 Rezept für
Die Lösung eines Problemes
Man nehme: 
- Ein Kilo Gelassenheit 
- Einen guten Freund, der sich deine Probleme anhört und dir hilft
- 2 Liter Optimismus
- Die Gewissheit, dass die Sonne nie weg ist, sondern irgendwann wieder scheinen wird
Zubereitung:
Alles mischen und das Beste hoffen

Liebe Mitmenschen mit Angstproblemen, irgendwo auf dieser Erde gibt es etwas was euch hilft, man muss nur ein bisschen suchen. 
Nur um meinen gnadenlosen Optimismus noch einmal zu erwähnen:
Alles wird gut!


Eure Nora
Ach ja, zum Schluss ein RIESIGES Dankeschön an alle über 3000 Menschen die meinen Blog gelesen haben, ich liebe euch :)

Samstag, 13. August 2011

Marmeladenglasmomente

Wisst ihr wieso ich Musik so mag? Es gibt Situationen, in denen man so damit beschäftigt ist, sich seine Gefühle wie Eis auf der Zunge zergehen zu lassen, dass man gar nicht in der Lage ist, sie auch nur in irgendeiner Weise sprachlich auszudrücken. Die Zunge schon leicht taub vom süßlichen (oder manchmal auch bitteren) Geschmack der Emotionen, wäre es ein Ding der Unmöglichkeit etwas sinnvoll artikuliertes hervorzubringen. In solchen Momenten, die man am liebsten in einem Marmeladenglas ins Regal stellen würde, kostbar wie ein Stück eingefangener Regenbogen, ist es meistens auch gar nicht nötig zu sprechen. Irgendwo auf der Welt gab es jemanden, der es geschafft hat, deine Gedanken auszusprechen, zu vertonen, der perfekte Song für den Moment. Das ist Leben wie im Bilderbuch, ein Moment so schön wie ein Sonnenuntergang am Meer, dein Herzschlag der Rhythmus zu meinem Atem, und dieses Lied, wie das Spiegelbild meiner Seele. 


http://www.youtube.com/watch?v=wajUyE7-v-k toller Text, tolles Lied.





Donnerstag, 11. August 2011

Tausche latente Zwangsneurose gegen Gelassenheit

Hallo ihr Lieben, heute leider keine Zeit etwas geistreiches zu schreiben, muss mich dringend darum kümmern, mir über alles Gedanken zu machen. Ich werde mich damit auseinandersetzen die Zeichensetzung in einer SMS zu analysieren, Gespräche zu rekapitulieren und in mühevoller Kleinarbeit die nächsten Tage planen, mit sämtlichen Best-Case und vor allen Dingen Worst-Case-Scenarios. 


GEHT'S NOCH?!! Das ist doch nicht mein Ernst. Je länger man über etwas nachdenkt, desto tiefer brennt sich der Gedanke in das Gehirn ein, eine Unwichtigkeit wird so stark fokussiert, dass alles andere wie durch einen Weichzeichner in den Hintergrund tritt. Wenn dieser Gedanke auch noch etwas so banales ist, dass sich durch Ja oder Nein beantworten lässt, dann ist aber so langsam mal Schluss mit Lustig. Entweder JA oder NEIN. 50% Chance. Nichts worüber man nachdenken müsste. Es kommt wie es kommt. Oft kommt es zwar erstens anders, und zweites als man denkt, aber, Herrgott, halten wir es doch einfach mal wie Darkwing Duck. "Zwo, eins, Risiko!"




Nur um es nochmal zu betonen: "Je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall."


Es IST einfach so.
Less thinking, more doing! :-*


P.S. Eine neue SMS. Hui. Was es wohl mit dem Smilie hinter dem Letzten Satz auf sich hat? Entdecke ich da eine Alliteration in der ersten Zeile? Oder liegt das Augenmerk auf der Groß- und Kleinschreibung? 

Dienstag, 9. August 2011

Über Melancholie und die Kunst Loszulassen

Melancholie war früher das, was wir heute als Depression bezeichnen. Aber Sprache verändert sich im Laufe der Zeit und heute bezeichnet man damit einen Gemütszustand, der keineswegs etwas mit einer Krankheit zu tun hat. Man könnte es vielleicht mit 'nachdenklich' beschreiben. Im Synonymwörterbuch stehen hingegen nur Wörter, die auf die ursprüngliche Bedeutung hinweisen. Ich kann gar nicht verstehen, warum alle Melancholie so negativ sehen, ich finde das total positiv. Melancholie sind für mich best-case-Gedanken (nieder mit worst-case-Pessimisten! Euch konvertieren wir schon noch zum Optimismus.), Lebkuchen und Tee an einem verregneten Nachmittag, das positive Schweigen von Menschen, die nicht miteinander reden müssen um sich zu verstehen, das erste Stück blaue Himmel nach einem Gewitter, oder die Gewissheit, dass die Sonne hinter den Wolken trotzdem scheint. Vielleicht habe ich ein seltsames Verständnis von Melancholie, oder der deutschen Sprache fehlt mal wieder ein Wort, eines das genau diese positive Melancholie bezeichnet.

Themawechsel:
Ich habe vor ein paar Tagen ein WUNDERBARES Buch erstanden, "Wreck this Journal" von Keri Smith. Das Buch ist allerdings nicht ausschließlich zum Lesen gedacht. Auf jeder Seite stehen Anweisungen, dieses Buch auf eine äußerst kreative Art und Weise zu etwas einzigartigem (und irgendwie kaputtem) zu machen.
zum Beispiel:
"Ask a friend to do something destructive to this page. Don't look."
"Tear this page out. Put it in your pocket. put it throgh the wash. put it back in."
Herrlich. Ich bin einer dieser Menschen die nur ungern etwas wegschmeißen und am liebsten alles aufgeräumt haben. Ohne übertreiben zu wollen, dieses Buch macht mich zu einem entspannteren Menschen. Vor allem "tear this page out. throw it away. accept the loss." ist sehr aufschlussreich. Von manchen Dingen muss man sich einfach trennen, und hinterher wird es einem besser gehen, so ist das manchmal. 
Von einigen Dingen werde ich mich aber nie trennen, niemals. Festhalten und nie mehr loslassen ist auch eine Kunst. Basta.

Samstag, 6. August 2011

Eine Kurzbeschreibung.

Felix: Einer meiner besten Freunde, du kennst mich so gut, dass du mich eigentlich besser beschreiben kannst als ich. Deswegen wird dir die Ehre (oder auch Last) zuteil meine seltsame Person zu beschreiben.


Los gehts:


"Anfangen würd ich sagen mit kompliziert, dann schön, mitfühlend, bemüht möglichst nicht mainstream zu sein ;), metalllöcherig (Anmerkung der Autorin: Er mein Piercings), eine wunderbare beste Freundin, tierlieb, Bayernhassend (Anm. d. Autorin: 96, alte Liebe!), hohe Schuhe liebend, mit einem sehr guten Kleidungsstil, etwas eigensinnig was Musik und ein paar andere Themen betrifft (Anm. der Autorin: ETWAS?), Fleisch liebend, Themen die dich selber betreffen, zum Beispiel Gefühlslage teilweise nicht sonderlich offen, jemand dem man komplett vertrauen kann und tut, bloggend, musikalisch, sozial und mit einem sehr schönen Lachen."


Bei 90% dieser List werde ich rot und denke mir "Das geht doch nicht, was erzählt der da" aber trotzdem fühle ich mich geehrt, gerührt und zu nett beschrieben. Aber ich habe beschlossen die Liste komplett zu übernehmen, weil das auch etwas über unsere Freundschaft aussagt, was eigentlich zum letzten Post gehört.


Jetzt noch ein paar Ergänzungen meinerseits was meine Persönlichkeit betrifft:


Ich bin straight edge. (Googlet es wenn ihr nicht wisst was es ist, Kurzbeschreibung: Kein Alkohol, Keine Drogen, Nicht Rumhuren, niemals)
Ich liebe Hardcore - Musik.
Ich mag keinen Sport, mit nur sehr wenigen Ausnahmen. Vielleicht zwei.
Ich will Medizin/Psychiatrie studieren.
Ich mag Fremdsprachen
und Horrorfilme
Mein persönlicher Anspruch an mich selber ist, zu jedem Menschen nett zu sein. Sonst kann man nicht erwarten, dass andere nett zu einem sind.


Wenn ich meine eigene Beschreibung so durchlese, finde ich mich ziemlich seltsam.


Liebe Menschen die sich hierher verirrt haben, ich hoffe ihr fandet diesen kleinen Ausflug in die Selbsterkenntnis spannend, so schnell wird das nicht wiederkommen, jetzt will ich erstmal wieder über andere reden.


Eure NORA
die übrigens gar nicht Nora heißt.


Jetzt aber Schluss damit!