Donnerstag, 19. Juli 2012
Der Richtige
Bist du irgendwie behindert? Der Richtige? Es gibt Millionen Falsche.
Soviel weiß ich. Und es gibt dich. Wieso sollte ich jemals jemand anderen wollen. Wieso sollte ich jemals darüber nachdenken wollen, ob du "der Richtige" bist. Was glaubst du, warum ich mir den ganzen Scheiß antue. Doch nicht etwa, weil ich mich irgendwann umentscheiden will. Sondern weil ich meine Entscheidung getroffen habe.
Soviel weiß ich. Und es gibt dich. Wieso sollte ich jemals jemand anderen wollen. Wieso sollte ich jemals darüber nachdenken wollen, ob du "der Richtige" bist. Was glaubst du, warum ich mir den ganzen Scheiß antue. Doch nicht etwa, weil ich mich irgendwann umentscheiden will. Sondern weil ich meine Entscheidung getroffen habe.
Freitag, 13. Juli 2012
Ich hasse das Gefühl, dass dir alles wichtiger ist, als ich, dass für alles mehr Zeit ist als für mich. Und das Gefühl, dass ich auf ewig, wenn überhaupt, nur die Nummer 2 bin. Dass ich tun kann was ich will, es aber doch nicht genügt. Dass ich es nicht wert bin, mit dir in Verbindung gebracht zu werden.
Dass ich Zuneigung und Nettigkeit nur in äußerst geringer Dosierung verdiene. Das Gefühl, zu viel zu verlangen, obwohl es doch eigentlich Dinge sind, die ich immer für selbstverständlich gehalten habe. Das Gefühl, mich minderwertig zu fühlen. Das Gefühl, dass ich immer weniger zugestanden bekomme. Das Gefühl, dass ich mir die Schönheit der Bestätigungen deiner Liebe nur eingebildet habe. Das Gefühl, undankbar zu sein. Und das Gefühl, dass jeder Mensch in meinem Umfeld gegen meine Entscheidungen redet, und versucht, mich von dem abzubringen, was ich will. ICH HASSE ES, ICH HASSE ES, ICH HASSE ES
Musik :)
Ohrwurm!!!!!!!!! Caje - Nicome & Sascha Braemer
Sommermusik. Maliblue - Darius
Kitschig, aber so unglaublich wunderschön- A Drop In The Ocean - Ron Pope
Sonntag, 24. Juni 2012
Der ewig Zweite
In einem Wettbewerb, von dem dachte ihn mühelos zu gewinnen und das beinahe konkurrenzlos, Zweiter zu werden, ist so furchtbar ernüchternd. Man ist nah am Ziel, ein Hauch fehlt zum Ersten. Man hat sein Scheitern in Form eines glücklichen Gewinners vor sich, und muss auch noch so tun, als freue man sich für ihn. Das wird so erwartet, dass man sich mit dem zufrieden gibt was man hat. Dass einem ein egoistischer Teilnehmer mit nichts weiter als Außenseiterchancen alle Aussichten auf die Erfüllung des Traumes vom Sieg nimmt, interessiert keinen.
Aber ich habe das sportliche Verhalten satt. ICH wollte deine Nummer 1 sein, ich dachte ich hätte endlich alles gewonnen was ich wollte. Aber jetzt stecke ich vor jedem zurück, der sich mir in den Weg schmeißt. Jeder scheint wichtiger zu sein als ich, und mein Verzichten scheint so selbstverständlich wie die Gratulation zum Sieg bei einem verlorenen Wettkampf. Wann ist dieses Zurückgestellt-werden endlich vorbei? Ich habe kein Problem damit den ersten Platz zu teilen, aber immer hinten anzustehen für ein männliches Äquivalent, der noch nicht einmal weiß, dass er die Vorteile geniesst die mir nicht zuteil werden, das ist kein Zustand in dem ich bleiben will.
Bei allem was ich tue zu spüren, dass es nicht genug ist, macht mich wahnsinnig.
Ich will mir nicht weiter vorkommen wie der belächelte Zweite, der so fest an seinen Sieg geglaubt hat, von dem aber jeder wusste, dass er nie gewinnen wird.
Mittwoch, 6. Juni 2012
Y orbitar en el silencio de tu gravedad
Jeden Tag wird mir immer mehr bewusst:
Du bist besonderer als je jemand sein wird, wichtiger als je jemand sein kann und die Faszination für eine Koexistenz in deiner Sphäre wird nie kleiner werden.
Ich hasse es zu wissen, dass es so viele gibt, die besser sind als ich und die es so viel einfacher hätten, dir zu gefallen, aber ich werde niemals aufhören, alles dafür zu geben dass du es bei mir besser hast als mit irgendjemand anderem. Denn du bist die wichtigste Errungenschaft meines Lebens, falls man das so bezeichnen kann. Meine Zukunft, meine Gegenwart und die Erklärung meiner Vergangenheit. Eine Sekunde in deinen Armen macht mich glücklicher als ein Tag mit einem normalen Menschen es je könnte. Die Möglichkeit, dich zu verlieren würde mich zerstören.
Du bist die Personifikation meines Glücks.
Man muss sowas hier auch gar nicht lesen. Vermutlich interessiert das eh nur einen sehr geringen Teil der Leute, die diesen Blog lesen. Aber zuallererst ist der Blog ja für mich. Ich sammle hier Sachen, die mir wichtig sind, damit sie im Chaos meines Lebens nicht verloren oder in Vergessenheit geraten. Und manche von diesen Sachen finde ich so gut, dass ich sie mit anderen teilen will. Und den Rest bitte ich einfach bei Nichtinteresse zu überlesen. :)
Vertrauen
Denjenigen, denen ich vollkommen vertraue, steht alles offen. Meine Tür, mein Leben, mein Facebook und mein Handy. Letzteres ist erstaunlicherweise bei einigen Menschen noch weniger wahrscheinlich als Möglichkeiten eins und zwei. Dabei ist das doch lächerlich. Den wichtigsten Menschen in meinem Leben kann ich alles erählen, und würde niemals etwas vor ihnen zu verbergen haben. Und so wichtig und privat werden diese Kommunikationsmedien niemals sein, als dass ich jemandem verbieten würde, sie anzusehen. Wäre das der Fall, würde ich mir ernsthaft Gedanken über mich und mein Verhältnis zu diesen Personen machen. Denn sobald ich anfangen würde, etwas vor ihnen verbergen zu müssen, läuft in meiner Beziehung zu ihnen gehörig etwas schief. Offenheit und Ehrlichkeit sind Dinge, dir mir wichtiger sind, als jedes Stück meiner Kommunikationsmedien (mehr sind Handys und Facebook nicht, und sollten sie auch nie sein) je sein werden.
Selbstverständlichkeiten
"Es ist für mich selbstverständlich, jede freie Sekunde meiner Gedanken und einige, derer die es eigentlich nicht sind, damit zu verbringen an dich zu denken. Alles für dich zu tun. Jede freie Minute mit dir verbringen zu wollen. Und den Rest meines Lebens. Aber warum habe ich das Gefühl, dass für dich nur ich selbstverständlich bin?"
-E. Horst, Nur keine Sentimentalitäten
Tu so, als ob du mich nicht kennst, wenn wir uns sehen. Gib mir das Gefühl, dass jeder Mensch wichtiger sei als ich. Lass es so aussehen, dass deine Zeit zu kostbar ist um nett zu mir zu sein. Benimm dich, als wäre es zu viel verlangt, mir zu zeigen, dass ich dir wichtig bin. Als wäre jedes Maß an Besonderheit, dass mir beigemessen wurde, bereits verbraucht. Als würde ich Dinge fordern, die unzumutbar sind. Als wären, die Tage im letzten Sommer und in diesem Winter bereits vergessen, an denen all das ganz anders war.
Ich bin bereit einiges zu akzeptieren, einiges zu ändern. Aber erwarte nicht, dass mich das glücklich macht.
Samstag, 2. Juni 2012
Dienstag, 29. Mai 2012
Freitag, 25. Mai 2012
How do you know you are in love , Part 2
When you wake up in the middle of the night, and they're your first thought, because you just stopped dreaming about them. When you feel like you will never have to eat again because breathing and being loved seems enough to survive. When walking past somebody wearing the same perfume like them drives you crazy. When you still get nervous every time you see them even though you've known each other for ages. When they're the most beautiful person in the whole wide world to you, no matter what anybody else says. When suddenly all the love songs make sense. When you no longer search for perfection because everything you ever wished for has been fullfilled. When just one smile, one kiss, one sentence can change your day from being bad to good. You will know you are in love. You just know it the second your eyes meet and you stop breathing because the happiness could make your lungs burst.
3
Es ist ein bisschen so, als hätte ich es gewusst, damals, vor mehr als vier Jahren. Vielleicht war es der Blick, den du mir (zufällig?) zugeworfen hast, der mich nie losgelassen hat, vielleicht war es eine Vorahnung, wie man sie manchmal hat. Wie in den Momenten, in denen man auf sein Handy schaut und im nächsten Moment kommt eine SMS an. Ab und zu dauern Momente über vier Jahre. Wenn ich an diese letzten Jahre zurückdenke kommt es mir vor, als wären sie wie im Zeitraffer vergangen, als seien sie nur der Prolog des Zeitpunktes, an dem ich mich jetzt befinde. Der Prolog war ereignisreich, der Schriftsteller ist entweder ein Genie oder ein Wahnsinniger. Genau genommen ist jede Sekunde vom Rest meines Lebens der Epilog, den ich noch nicht kenne, eine weiße Seite die sich mit der Zeit füllt. Und hier wäre dann auch der Zeitpunkt gekommen, an dem ich dem Schriftsteller meines Lebens unbekannterweise danken will.
Danke, dass du dich an diesen Moment vor vier Jahren erinnert hast. Daran, wie glücklich mich diese Sekunde der Aufmerksamkeit gemacht hat, wie ich jeden Tag gehofft habe, mir würde noch einmal diese Beachtung zuteil. Und all dieses Glück war nur ein Bruchteil dessen, wie es ist, nach all der Zeit das Gefühl zu haben, am Ziel zu sein.
Danke, für diese Augenblicke der Vollkommenheit, diese Meisterwerke der Komposition. Diese Emotionen, Eindrücke, filmreife Szenen des Lebens, bei denen zum Teil nur noch die Hintergrundmusik fehlt um mich davon zu überzeugen, dass ich träume.
Danke für diese wundervolle Person, die so besonders ist, dass du mehr als 50 Monate gebraucht hast, um dahin zu bringen, wo sie hingehört, neben mich, in den Mittelpunkt der Geschichte. Tausende Seiten, jede einzelne getränkt mit soviel Gefühl, dass sie mit Freudentränen und Blut geschrieben sein könnte.
Danke, für das was zwischen den Zeilen steht.
Danke, dass sich ein roter Faden durch Geschichte zieht, der auf der ersten Seite beginnt, im ersten Satz, dem Satz, auf dem alles Spätere aufbaut. In diesem Satz fällt treffen sich zwei Blicke, und es ist bereits alles gesagt. Die Prädisposition für den heutigen Tag, viereinhalb Jahre später, an dem ich an genau diesen Moment zurückdenke, und meine Dankbarkeit nur mit Mühe in Worte fassen kann.
Donnerstag, 24. Mai 2012
"Dies war für mich ein denkwürdiger Tag, da er gewaltige Veränderungen in mir bewirkte. Doch das gibt es in jedem Leben. Man stelle sich vor, ein ganz bestimmer Tag würde daraus gelöscht, und überlegedann, wie anders dieses Leben verlaufen wäre. Du, der du dies liest, halt ein und denke für einen Augenblick an die lange Kette aus Eisen oder Gold, aus Dornen oder Blumen, die dich niemals gefesselt hätte, wäre nicht an diesem einen Tage ihr erstes Glied geschmiedet worden." (Charles Dickens, Große Erwartungen)
"Ich sah ihn an und versuchte mir das Bild dieses Morgens einzuprägen, an dem wir zum erstenmal nebeneinander wach wurden. Sein Lächeln, die braunen Augen mit den schwarzen Wimpern, die dunklen, leicht gewellten Haare, die völlig in Unordnung geraten waren. Ich lächelte und schloss für einen Moment die Augen. 'Was denkst du?' fragte er. 'Ich bin gerade so glücklich. So ganz und gar glücklich.', sagte ich." (Nicolas Barreau - Das Lächeln der Frauen)
So viele Bücher habe ich gelesen, von dem unfassbar chaotischen und romantischen "Natalie küsst" bis hin zu "Zwei an einem Tag", das mich so verstört hat, wie selten ein anderes Buch. Dexter, der dir so ähnlich ist, dass er dein Spiegelbild sein könnte, und Emma, deren Liebe zu Dexter meine Gedanken wiedergibt, haben mich durch die drei kältesten Monate des Winters begleitet. Jede Seite die ich gelesen habe, deckte ein Detail mehr auf, das mich an dich erinnert. Die Gespräche der beiden hätten unsere sein können, so genau gleicht ihr Wortlaut deiner Sprache. Ab und zu musste ich das Buch zur Seite legen, weil mich die Ähnlichkeit aus der Fassung gebracht hat. Ohne übertreiben zu wollen, das ist Schicksal, oder so etwas ähnliches.
ein Buch wird vermutlich immer ähnlich unerreicht bleiben wie "Zwei an einem Tag" (dessen Ende mir übrigens überhaupt nicht gefallen hat).
Jane Eyre.
Ich will gar nicht zu viel darüber verraten, aber dieses Buch hat mich zum nachdenken gebracht, als ich es am meisten nötig hatte. Und mich zu der richtigen Entscheidung veranlasst. Der Film ist übrigens auch wunderschön. Ich bin Charlotte Bronte dankbar dafür, dieses Buch geschrieben zu haben, vielleicht werde ich irgendwann mal erzählen warum. Vielleicht aber auch nicht.
Jedes einzelne dieser Bücher erinnert mich an dich. An die Momente mit dir, und die Goldene, endlose Kette der Tage, für die ich dir nie genug danken kann. Du bist so einzigartig, dass ein Buch nicht ausreicht um zu beschreiben, wie du mit nur einem Blick, einer Geste meinen Tag zu einem besseren machst. Zoom!
Montag, 21. Mai 2012
You get what you give
So sollte es vielleicht sein, aber so ist es nicht. Ich fühle mich, als würde ich jeden Tag mehr geben und weniger bekommen. Ich suche meine Fehler, finde aber nur Unzufriedenheit und Leere. Die Differenz zwischen Input und Output wird immer größer, im Stillen die Hoffnung, irgendwann all das zurückzubekommen was ich jetzt so vermisse.
Die Erinnerung an die Perfektion vergeht nicht. Nicht das wir uns falsch verstehen, ich würde nach wie vor alles geben, was ich habe und noch mehr, jede Sekunde meiner Existenz. Immer. Aber ich wünsche mir so sehr, dass ich etwas davon zurückbekomme, nur einen Bruchteil. Ich will nicht nur eine Option sein, wenn ich all das hier zur Priorität mache.
What goes round comes back around? Nein verdammt, tut es nicht. Ich habe doch einmal gesehen wie schön es sein kann, warum soll das alles auf einmal nicht mehr so sein? Es zerreißt mich, so weiterzumachen wie immer, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Ambitionen ins Leere gehen, nicht interessieren, genauso wie ich selbst. Jedes Mädchen, aber eigentlich braucht man diese Einschränkung gar nicht, Jeder Mensch wünscht sich Wertschätzung, Liebe, Aufmerksamkeit und das Gefühl für jemanden etwas Besonderes zu sein. Und es gibt keinen Grund weshalb jemand das alles nicht verdient haben sollte.
Die Erinnerung an die Perfektion vergeht nicht. Nicht das wir uns falsch verstehen, ich würde nach wie vor alles geben, was ich habe und noch mehr, jede Sekunde meiner Existenz. Immer. Aber ich wünsche mir so sehr, dass ich etwas davon zurückbekomme, nur einen Bruchteil. Ich will nicht nur eine Option sein, wenn ich all das hier zur Priorität mache.
What goes round comes back around? Nein verdammt, tut es nicht. Ich habe doch einmal gesehen wie schön es sein kann, warum soll das alles auf einmal nicht mehr so sein? Es zerreißt mich, so weiterzumachen wie immer, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Ambitionen ins Leere gehen, nicht interessieren, genauso wie ich selbst. Jedes Mädchen, aber eigentlich braucht man diese Einschränkung gar nicht, Jeder Mensch wünscht sich Wertschätzung, Liebe, Aufmerksamkeit und das Gefühl für jemanden etwas Besonderes zu sein. Und es gibt keinen Grund weshalb jemand das alles nicht verdient haben sollte.
"How do you know you love someone?"
When you wake up and they're your first thought, and you're looking at your phone to see if they've texted or called you while you were asleep. And when you go to bed you fall asleep thinking about them. When you miss them, even though it hasn't been more than a day or so since you've last seen them. But mostly, when you put their needs before your own. When their happiness is more important than your pain. When you really love someone you're willing to give it your all, and you'll know when you are.
Samstag, 19. Mai 2012
Musik
www.youtube.com/watch?v=lNFKPDeFT78
www.youtube.com/watch?v=-c84XceOJKI
Ich liebe diese beiden Lieder so sehr.
Genau so wie das Album von Kraftklub. KAUFEN!
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Ich liebe diese beiden Lieder so sehr.
Genau so wie das Album von Kraftklub. KAUFEN!
Zufälle
Heute unterhalte ich mich mit einer Freundin, von der ich längere Zeit nichts gehört habe. Die Zeit fließt während des Gesprächs dahin, man hat sich nach so vielen Monaten einiges zu erzählen. Ich freue mich wirklich, alte Bekanntschaften wieder aufleben zu lassen, man merkt oft erst nachdem man sich länger nicht gesehen hat, wie viel einem an dem anderen liegt. Beiläufig erwähnt sie ihre Beziehung, über die sie, laut eigener Angabe "so krass glücklich" ist, von der ich aber noch nichts wusste und natürlich bin ich neugierig und lasse mir berichten, um wen es sich handelt, und wie die beiden zusammengefunden haben. Was stellt sich heraus? Ich habe vor zwei Tagen mit ihrem Freund geredet, den ich Freundeskreisbedingt öfters sehe. Der aber nicht im entferntesten den Eindruck gemacht hat, als würde er eine glückliche, monogame Beziehung führen.
GEHT'S NOCH?! Um die Idealwelt meiner Freundin nicht zu zerstören frage ich, seit wann sie mit ihrem Herzensmenschen schon zusammen ist, statt sie darauf aufmerksam zu machen, ob sie weiß dass ihr Freund nicht gerade damit angibt, sie zu haben. Brauche ich aber gar nicht, denn sofort nach der Auskunft, dass das ganze schon 5 Monate geht (etwas kürzer als ich sie nicht gesehen habe), fügt sie hinzu, dass man das aber nicht merke, weil wert darauf gelegt wird, das ganze möglichst Geheim zu halten. Seinerseits. Die Begründung ist ein befürchteter Männlichkeitsverlust gegenüber seinen Freunden. Sehr naheliegend, da mir ja eigentlich schon immer klar war, dass Männer, die an einer Frau interessiert sind, und deren Interesse auch noch erwidert wird, sehr sehr unmännlich sind.
Ich muss ja zugeben, ich bin wirklich dankbar, wenn ich anderen Paaren nicht dabei zusehen muss, wenn sie sich in der Öffentlichkeit auf widerlichste Art und Weise ihre Liebe gestehen, aber das Verhalten von unmännlichen Individuen wie dem Freund meiner Freundin ist mindestens genau so falsch. Unmännlich ist er übrigens nicht aufgrund seiner Freundin (was für eine blöde Idee, wie kommt er überhaupt auf sowas?), sondern weil er nicht dazu in der Lage ist, zu seinen Freunden ehrlich zu sein und so auch noch seine wirklich süße Freundin verleugnet. Zufrieden ist sie mit seiner doch recht freizügigen Auslegung einer Beziehung nicht wirklich, aber um ihm nicht unnötig Probleme zu schaffen, hat sie beschlossen, dass es sie nicht so zu stören hat.
Abgesehen von diesem nicht gerade kleinen Kritikpunkt ist er aber glücklicherweise so lieb zu ihr, wie sie es verdient hat. Kleine Aufmerksamkeiten, Blumen, gelegentliche Anrufe und (nicht nur sprichwörtliches) auf Händen Tragen zeigen, dass er ein wirklich netter Mensch sein kann, was eventuell auch erklärt, warum sie sein Versteckspiel mitmacht. Wäre das nicht so, hätte sie eigentlich keinen Grund, sich so behandeln zu lassen. Aber mal abgesehen davon, dass er sie nicht so respektvoll behandelt, wie es nötig wäre, seine Freunde werden nicht unbedingt begeistert sein, wenn sie nach so langer Zeit erst von dieser nicht unwichtigen Information über sein Privatleben erfahren. Denn eigentlich sollte man seinen Freunden ja so weit vertrauen können, dass man sich sicher sein kann, dass sie einen auch dann noch genau so mögen, wenn man(n) eine etwas ernstere Beziehung führt. Sympathie ist schließlich nichts, was kleiner wird, wenn man es teilt, in seinem Leben ist, wie bei jedem normalen Menschen, bestimmt Platz für Freunde und seine Freundin, ohne dass irgendwer zurückstecken muss oder an Männlichkeit einbüßt (wirklich, SO ein Schwachsinn).
Montag, 14. Mai 2012
??????????????
1. Are looks important in a relationship?
2. Are relationships ever worth it?
3. Are you a virgin?
5. Are you in love?
6. Are you single this year?
7. Can you commit to one person?
9. Describe your perfect mate:
10. Do you believe in love at first sight?
11. Do you ever want to get married?
12. Do you forgive betrayal?
13. Do you get jealous easily?
14. Do you have a crush on anyone?
15. Do you have any piercings?
16. Do you have any tattoos?
17. Do you like kissing in public?
18. Do you masturbate?
19. Do you shave your neither regions?
20. Do you shower every day?
21. Do you think someone has feelings for you?
22. Do you think someone is thinking about you right now?
23. Do you think you can last in a relationship for 6 months and not cheat?
24. Do you think you’ll be married in 5 years?
25. Do you want to be in a relationship this year?
26. Has anyone told you they don’t want to ever lose you?
27. Has someone ever written a song or poem for you?
28. Have you ever been cheated on?
29. Have you ever cheated on someone?
30. Have you ever considered plastic surgery? If so, what would you change about your body?
31. Have you ever cried over a guy/girl?
32. Have you ever experienced unrequited love?
33. Have you ever had sex with a man?
34. Have you ever had sex with a woman?
35. Have you ever kissed someone older than you?
36. Have you ever liked one of your best friends?
37. Have you ever liked someone who your friends hated?
38. Have you ever liked someone you didn’t expect to?
39. Have you ever wanted someone you couldn’t have?
40. Have you ever written a song or poem for someone?
41. Have you had sex so far this year?
42. How long can you just kiss until your hands start to wander?
43. How long was your longest relationship?
44. How many boyfriends/girlfriends have you had?
45. How many people did you kiss in 2011?
46. How many times did you have sex last year?
47. How old are you?
48. If the person you like says they like someone else, what would you say?
50. If your first true love knocked on your door with apology and presents, would you accept?
51. Is there a boy/girl who you would do absolutely everything for?
52. Is there anyone you’ve given up on? Why?
53. Is there someone mad because you’re dating/talking to the person you are?
54. Is there someone you will never forget?
55. Share a relationship story.
56. State 8 facts about your body:
57. Things you want to say to an ex:
58. What are five ways to win your heart?
59. What do you look like? (Post a picture!)
60. What is the biggest age difference between you and any of your partners?
61. What is the first thing you notice in someone?
62. What is the sexiest thing someone could ever do for/to you?
63. What is your definition of “having sex”?
64. What is your definition of cheating?
65. What is your favourite foreplay routine?
66. What is your favourite roleplay?
67. What is your idea of the perfect date?
68. What is your sexual orientation?
69. What turns you off?
70. What turns you on?
71. What was your kinkiest wet dream?
72. What words do you like to hear during sex?
73. What’s something sweet you’d like someone to do for you?
74. What’s the most superficial characteristic you look for?
75. What’s the sweetest thing anyone’s ever done for you?
76. What’s the sweetest thing you’ve ever done for someone?
77. What’s your opinion on age differences in relationships?
78. What’s your dirtiest secret?
79. When was the last time you felt jealous? Why?
81. Who are five people you find attractive?
82. Who is the last person you hugged?
83. Who was your first kiss with?
84. Why did your last relationship fail?
85. Would you ever date someone off of the Internet?
2. Are relationships ever worth it?
3. Are you a virgin?
5. Are you in love?
6. Are you single this year?
7. Can you commit to one person?
9. Describe your perfect mate:
10. Do you believe in love at first sight?
11. Do you ever want to get married?
12. Do you forgive betrayal?
13. Do you get jealous easily?
14. Do you have a crush on anyone?
15. Do you have any piercings?
16. Do you have any tattoos?
17. Do you like kissing in public?
18. Do you masturbate?
19. Do you shave your neither regions?
20. Do you shower every day?
21. Do you think someone has feelings for you?
22. Do you think someone is thinking about you right now?
23. Do you think you can last in a relationship for 6 months and not cheat?
24. Do you think you’ll be married in 5 years?
25. Do you want to be in a relationship this year?
26. Has anyone told you they don’t want to ever lose you?
27. Has someone ever written a song or poem for you?
28. Have you ever been cheated on?
29. Have you ever cheated on someone?
30. Have you ever considered plastic surgery? If so, what would you change about your body?
31. Have you ever cried over a guy/girl?
32. Have you ever experienced unrequited love?
33. Have you ever had sex with a man?
34. Have you ever had sex with a woman?
35. Have you ever kissed someone older than you?
36. Have you ever liked one of your best friends?
37. Have you ever liked someone who your friends hated?
38. Have you ever liked someone you didn’t expect to?
39. Have you ever wanted someone you couldn’t have?
40. Have you ever written a song or poem for someone?
41. Have you had sex so far this year?
42. How long can you just kiss until your hands start to wander?
43. How long was your longest relationship?
44. How many boyfriends/girlfriends have you had?
45. How many people did you kiss in 2011?
46. How many times did you have sex last year?
47. How old are you?
48. If the person you like says they like someone else, what would you say?
50. If your first true love knocked on your door with apology and presents, would you accept?
51. Is there a boy/girl who you would do absolutely everything for?
52. Is there anyone you’ve given up on? Why?
53. Is there someone mad because you’re dating/talking to the person you are?
54. Is there someone you will never forget?
55. Share a relationship story.
56. State 8 facts about your body:
57. Things you want to say to an ex:
58. What are five ways to win your heart?
59. What do you look like? (Post a picture!)
60. What is the biggest age difference between you and any of your partners?
61. What is the first thing you notice in someone?
62. What is the sexiest thing someone could ever do for/to you?
63. What is your definition of “having sex”?
64. What is your definition of cheating?
65. What is your favourite foreplay routine?
66. What is your favourite roleplay?
67. What is your idea of the perfect date?
68. What is your sexual orientation?
69. What turns you off?
70. What turns you on?
71. What was your kinkiest wet dream?
72. What words do you like to hear during sex?
73. What’s something sweet you’d like someone to do for you?
74. What’s the most superficial characteristic you look for?
75. What’s the sweetest thing anyone’s ever done for you?
76. What’s the sweetest thing you’ve ever done for someone?
77. What’s your opinion on age differences in relationships?
78. What’s your dirtiest secret?
79. When was the last time you felt jealous? Why?
81. Who are five people you find attractive?
82. Who is the last person you hugged?
83. Who was your first kiss with?
84. Why did your last relationship fail?
85. Would you ever date someone off of the Internet?
Sonntag, 13. Mai 2012
"Irgendwann sprengt dieses Glück mein Herz, so fühlt es sich an. 'Erzähl mir was von dir.' - 'Ich liebe dich.' Habe ich mich gerade verhört? Ich zögere kurz, bevor ich etwas sage. Es ist nicht das erste Mal, dass ich diese Worte höre, aber bisher habe ich mich immer dagegen gewehrt. Ich wusste, irgendwann kommt der Mensch und der Moment, in dem es sich richtig anfühlt, und für diesen Moment habe ich mir aufgehoben, etwas auf den schönsten Satz der Liebe unter 5 Worten zu erwidern. Du sagst, du hättest solche Momente vermisst. Ja, ich habe sie auch vermisst. So sehr. Schlafen werden wir nicht, jede Sekunde wird ausgekostet. Ich weiß nicht, womit ich dieses Glück verdient habe, ich weiß nicht was ich sagen soll." Seite 35
(eine aus Gründen der Anonymität gekürzte Liste)
-Jeanshemden
- Hamburg
-der Herzanhänger an meiner Kette
-Sting
-Graffittis
-Chai Latte
-K.I.Z.
-Geduld
-Dirty Dancing
-der 1. Oktober
-Der 14. Januar 2011 und 2012
-Backyard
-Juanes
-Bremerhaven
-Schlaflose Nächte
-Zwei an einem Tag von David Nicholls, Dexter
-Tumblr
-Kunst
-Tiffanys Setting Ring
-If you'll be mine von Babybird und die 83 anderen Songs
-London
-NZ
-James Dean
-Die verrückte Idee sich sämtliche Fussballregeln durchzulesen
-Der Mond
-...
to be continued (es folgen noch mindestens 15 weitere Punkte)
Mittwoch, 25. April 2012
Es ist immer genug Liebe da.
"Das Radio lief, und Riccardo Cocciante sang 'Sincerità', ho lavorato tutto il giorno, ich hab' den ganzen Tag gearbeitet, und als die Nacht kam, waren die Sterne am Himmel, und ich kehre zu dir zurück und will dir alles von mir geben, i giorni e tutte le notti, die Tage und die Nächte, sincerità"
Elke Heidenreich - (Es ist immer genug Liebe da)
Im März 2011 hat meine Mutter mir dieses Buch geschenkt, auf der ersten Seite steht eine Widmung, "zum Andenken und zur Erinnerung an alle Zeiten, deine Mami". Elke Heidenreich war schon immer eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen, und besonders dieses Buch hat mich schon in einigen Situationen daran erinnert, dass noch genug Liebe da ist.
Manchmal stellt sich einem diese Frage, "Ist denn noch genug Liebe da?", man hat Angst, dass sie eines Tages einfach aufgebraucht ist, verschwunden, wie Erdbeeren aus dem Kühlschrank.
Die Angst wirkt real, man sucht nach Beweisen dafür, dass die Liebe verschwunden ist, findet noch so kleine Indizien dafür, dass man bei der Verteilung der Liebe leer ausgeht. Wohlmöglich gibt es sogar noch einen anderen Menschen, dem die Liebe zu Teil wird, die einem selbst zusteht.
Aber diese Argumentation enthält einen Denkfehler. Dort wo man hingehört, wird immer genug Liebe da sein, bei seinen Eltern und bei den anderen Menschen, die einen bedingungslos lieben. Vielleicht braucht man einige Zeit herauszufinden, wer diese Menschen sind, aber wenn man sie gefunden hat weiß man, dass man sich auf ewig darauf verlassen kann, dass die Liebe bleiben wird. Denn Liebe ist nichts greifbares, nichts Materielles, nichts, was man zählen kann, oder an bestimmten Dingen festmachen kann. Liebe wird nicht weniger, wenn man liebt, sie verbraucht sich nicht. Sicher gibt es Zeitpunkte, zu denen man sich streitet. Aber der Grund, warum diese Auseinandersetzungen so verletzen ist, dass man liebt. Konflikte werden immer da sein, aber Liebe eben auch, und die wird bleiben wenn der Streit geht.
Es ist immer genug Liebe da.
Mittwoch, 18. April 2012
Warum auch?
Woher nimmt ein Mensch die Motivation, an etwas zu glauben, was aussichtlos erscheint? Das Leben ist zugegebenermaßen nie einfach und manchmal auch überhaupt nicht schön. In diesen Momenten absoluter Dunkelheit wäre es, so würde man meinen, das einfachste, den dunklen Weg den man geht, zu verlassen. Sich umzudrehen, oder in eine andere Richtung zu laufen, dorthin wo man neues Licht vermutet. Dieser Weg des geringsten Widerstandes bedeutet auch, das aufzugeben, wofür man am Anfang bereit war in die tiefste Schwärze des Universums zu gehen, den weitesten Weg auf sich zu nehmen. Einmal eine ähnliche Situation erlebt zu haben, vergisst man sicher nicht. Von einem Tag auf den anderen in die unbarmherzige Kälte des Nichts geworfen zu werden, in die Grauzone des Unverständnisses schmerzt mehr, als man es erklären kann. Ich bin nicht umgekehrt oder habe eine neue Richtung eingeschlagen, ich hatte das Gefühl stehen zu bleiben, mich keinen Zentimeter bewegen zu können. Paralysiert von der Grausamkeit zu wissen, nichts ist mehr so, wie es vorher einmal war. Unfähig irgendwie logisch zu handeln, ist diese Zeit wie eine meterhohe Welle aus Emotionen und Situationen, denen ich nicht gewachsen war, über mir zusammengeschlagen. Niemand konnte mir wirklich helfen bei dem, was in mir vorging, auch wenn einige es versucht haben. Natürlich habe ich daran gedacht, umzukehren, wollte raus aus dem Elend. Mehr als einmal. Doch nach einiger Zeit, den Blick darauf gerichtet, wo einmal das Licht der Hoffnung am Ende des Weges war, lichtete Sich der Nebel meines geistigen Unvermögens. Die Erinnerung daran, weshalb ich beschlossen hatte, diesen Weg zu gehen kam zurück und mit ihr der Wille, ihn weiter zu gehen. Denn das Licht, dass sich am Ende dieses Weges befindet, ist heller und wärmer, als es jedes andere jemals sein kann. Das Licht ist es wert, die Dunkelheit zu ertragen, das Umhertreiben im Meer von unausgesprochenen Fragen, jeden noch so steinigen Abschnitt, der sich mir noch in den Weg stellt. Ich bin gefallen, aber ich bin aufgestanden, um diesen Weg weiterzugehen, und ich werde so lange damit weitermachen, bis ich jede irdische Möglichkeit ausgeschöpt habe, den Weg zu gehen. Denn hinter der Dunkelheit ist das Licht, genauso wie hinter den Wolken immer die Sonne ist, selbst wenn man sie nicht sieht. Dieser Weg ist so wichtig für mich, dass ich ihn nie wieder verlassen will. Denn er führt zu dir. Darum.
www.youtube.com/watch?v=kL3enVPDuF0
Dienstag, 17. April 2012
Musik
Irma - I know
www.youtube.com/watch?v=Mus0XbaGx0M
Shaka Ponk - My Name Is Stain
www.youtube.com/watch?v=fAM9uzZVTc0
Alex Clare - Relax my Beloved
www.youtube.com/watch?v=6TQBd_pYyYk
www.youtube.com/watch?v=Mus0XbaGx0M
Shaka Ponk - My Name Is Stain
www.youtube.com/watch?v=fAM9uzZVTc0
Alex Clare - Relax my Beloved
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1:7 Milliarden
Um 21:31 Uhr am 17.02.2012 leben auf der Erde 7,041,119,901 Menschen. Und von diesen Über 7 Milliarden Menschen bin ich ausgerechnet dir begegnet. Die Vorstellung, dich nicht zu kennen, verläuft ins Leere, du bist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Du wirst auf ewig ein Teil davon sein, unausweichlich, denn es gibt Dinge, die vergisst man nicht. Niemals. Die Chance, von diesen unfassbar vielen Menschen innerhalb eines Lebens jemanden zu finden, der die eigene Existenz auf eine so elementare Art und Weise verändert wie du meins, ist mit 1 zu 7 Milliarden um ein vielfaches geringer, als die, im Lotto zu gewinnen (1 zu 13.983.816). Ob es nun Glück oder Schicksal ist, diese Person tatsächlich zu finden, weiß ich nicht. Der Jackpot meines Lebens, der schönste den es gibt.
Ich würde behaupten, niemand kennt dich so wie ich. Nicht etwa, weil ich für mich in Anspruch nehme, dich besser als jeder andere zu kennen. Das kann ich gar nicht. Sondern weil dich (hoffentlich) niemand mit meinen Augen sieht, das in dir sieht, was mich so unendlich fasziniert, und die restlichen 7 Milliarden Menschen wie im Grauschleier verblassen lässt. Niemand sieht in deinen Augen meine Erinnerungen an dich. Niemand wird nachvollziehen können, warum der Mond, wenn er nicht da ist, so viel wichtiger ist, als sonst. Einzigartig, jede einzelne Sekunde in deiner Gegenwart, kostbarer als Gold oder Platin, materielle Maßstäbe reichen eben nicht, um auszudrücken was es mir bedeutet, bei dir zu sein. Ab und zu bringst du mich aus der Fassung. Schuldig im Sinne der Anklage, verurteilt zu lebenslangem Existieren in meiner Sphäre, wegen vorsetzlichem Raub meiner Fähigkeit ohne dich zu überleben.
Sonntag, 1. April 2012
Kranke Gesellschaft
Ich mache mir Sorgen um die Welt, in der ich lebe. Nicht nur muss ich mich mit so lästigen Themen wie der Klimaerwärmung, Naturkatastrophen und Menschenrechtsverletzungen beschäftigen, sondern muss leider auch feststellen, dass die Gesellschaft, in der ich lebe vollkommen missraten ist. Der Mordfall der 11-Jährigen Lena aus Emden geht seit Tagen durch die Presse. Allein die Tatsache, dass ein junges Mädchen derart brutal misshandelt und ermordet wird, ist furchtbar. Aber es geht noch schlimmer. Ein 17-Jähriger wird verhaftet, gilt als dringend tatverdächtig. Ein Jugendlicher, in meinem Alter. Eigentlich sollte es folgendermaßen ablaufen: Der Tatverdächtige wird verhört, hat die Chance auszusagen. Er hat die Möglichkeit, zu gestehen, oder die Vorwürfe von sich zu weisen. Die Ermittlungen werden abgeschlossen, er wird entweder aus der Untersuchungshaft entlassen, sollte er unschuldig sein, oder angeklagt, um vor Gericht zur Verantwortung gezogen zu werden.
Was tatsächlich passiert ist: Die Bewohner Emdens und etliche andere erfahren durch die öffentliche Vorführung des Verdächtigen seine Identität, woraufhin das Verlangen nach "gerechter Strafe" laut wird. Der Junge wird von der Öffentlichkeit bereits als schuldig befunden. Die gerechte Strafe, die gefordert wird? Sein Tod. Und zwar ein grausamer. Lynchen soll man ihn. Nach ein paar Tagen die Wendung, die kaum jemand erwartet hat: der Jugendliche, der immer seine Unschuld beteuert hat, wird freigelassen. Er sei auf keinen Fall der Täter heißt es. Einige der Leute, die seinen Tod forderten, glauben dies nicht, protestieren weiter und fordern weiter Gerechtigkeit. Der ehemals Verdächtige ist in polizeilicher Obhut, es bestehe Gefahr für seine Gesundheit.
So, liebe Freunde. Das Leben dieses 17-Jährigen ist zerstört, auf unabsehbare Zeit. Jeder kennt ihn in seinem Wohnort. Kaum vorzustellen, wie man sich fühlt, zu Unrecht im Gefängnis, die Reaktion der Öffentlichkeit sind Morddrohungen. Ehrlich mal. Wie dumm, wie naiv, wie falsch ist es, jemandem das zu wünschen, für das man ihn verurteilt? Unsere Justiz sollte dafür da sein, Recht und Unrecht zu erkennen und gerechte Strafen zu verteilen. Aus gutem Grund ist die Todesstrafe in Deutschland verboten. Die Öffentlichkeit kann und darf niemanden für schuldig oder unschuldig befinden und noch weniger darf sie das Leben eines Menschen so zerstören. Sicher hat die Polizei aufgrund der medialen Inszenierung der Festnahme eine nicht unerhebliche Mitschuld, doch die Menschen, die sich den Tod des Jungen gewünscht haben, sind die, die mich am meisten schockieren. Ein klarer Fall dafür, dass man nachdenken sollte bevor man handelt. Ich kann es nur noch einmal wiederholen, MAN KANN VERDAMMT NOCHMAL NIEMANDEM DAS WÜNSCHEN ODER ANTUN, FÜR DAS MAN IHN VERURTEILT!
Dienstag, 27. März 2012
Zusammen oder Getrennt?
"Lass mal, ich bezahl schon."
Manchen Frauen mag dieser Satz vielleicht gefallen, entweder aufgrund der Geldersprarnis oder auch weil man sich über die gut gemeinte Geste freut.
Aber ich bin stark dagegen, sich, gerade als Mädchen, einladen zu lassen. Das Einladen in Restaurants ist meiner Meinung nach ein Überbleibsel aus der Zeit, als Frauen nur mit Zustimmung ihres Ehemannes eine Arbeitsstelle annehmen durften, ihm den Lohn überlassen mussten, und nur dank des so genannten "Taschengeldparagraphen" monatlich eine gewisse Geldsumme von ihm zugeteilt bekommen haben. Sie waren finanziell gesehen nicht mündig, wie das in anderen Lebensbereichen aussah, kann man sich vorstellen. Wenn wir heute von uns in Anspruch nehmen, so emanzipiert zu sein, wie wir immer sagen, müssen wir unsere Einstellung also etwas überdenken. Es wäre nur konsequent, sein Essen selbst zu bezahlen, wenn man ansonsten andere Annehmlichkeiten der modernen Gesellschaft genießt, wie zum Beispiel Jeans, Alkoholkonsum, der vermutlich deutlich über dem der Männer in damaliger Zeit liegt, Meinungsfreiheit, freie Berufs- und Kleidungswahl und Fast Food. Also Ladys, Selbstbewusstsein und Emanzipation hört nicht an der Kasse auf. Mir persönlich gefällt auch der Gedanke nicht, dass jemand anders sein Geld, das ihm sicher nicht minder wichtig ist, als mir meins, für mich ausgibt. Das fände ich dann doch sehr egoistisch. Ich rede natürlich nicht vom kategorischen Ablehnen aller Einladungen, gelegentliche Aufmerksamkeiten erfreuen jede Frau, diese nicht Anzunehmen hat nichts mit Emanzipation zu tun, sondern mit Unfreundlichkeit. Es ist übrigens auch keine Schande, sich zu revangieren und als Frau mal seine männliche Begleitung einzuladen.Solange ich mein eigenes Geld verdiene, oder netterweise von meinen Eltern welches bekomme wird in der Regel selbst bezahlt, und sollte ich kein Geld haben, ist das meine Schuld, und ich muss mit den Konsequenzen leben. Wenn ich alles ausgegeben habe, kann ich mir eben keine teuren Getränke oder 3-Gänge Menüs in Luxuscafés leisten. So ist das Leben. Darunter sollen meine Mitmenschen aber nicht leiden. Selber kochen kann auch sehr reizvoll sein. Wenn meine Mitmenschen dann aber unter meinen Kochkünsten leiden, habe ich ein Problem. Ich sollte kochen lernen glaube ich...
Cheers,
Nora
Montag, 26. März 2012
1.00 AM und ich brauche Ablenkung.
"Wenn Du mich verlässt muss ich mich wohl umbringen. Ohne Dich gibt es kein Leben fürchte ich. Und ich fürchte mich." (Richard Burton über Liz Taylor)
Dieser Satz hat so eine unglaubliche Intensität. "Wahnsinns-Liebe" betitelt die Brigitte den Artikel über die Doppel-Biographie von Richard Burton und Liz Taylor. Aber ist sie das denn auch? Wahnsinnig?
Wahnsinn, der: Geisteskrankheit, bei der man nicht mehr zurechnungsfähig ist.
Quelle: de.wiktionary.org/wiki/WahnsinnIch fürchte, ohne dich gibt es kein Leben.
Objektiv gesehen, ist dieser Satz falsch. Das Leben ist das, was du tust, jeden Tag, atmen, schlafen, essen. Objektiv gesehen. Subjektiv gesehen ist alles was ich tue von dir beeinflusst. Die Musik, die ich höre, erinnert mich an dich. Genauso wie alles andere was ich sehe, du bist allgegenwärtig. Ein wolkenloser Nachthimmel, so unendlich viele Sterne. Ich stehe draußen, suche den Mond, erfolglos. Heute ist Neumond. Schaue auf mein Handy, wünsche mir ein Lebenszeichen von dir, erfolglos. Du bist nicht da. Wie sollte ich mein Leben normal nennen können, wenn das was es ausmacht nicht da ist? Alles erinnert mich an deine Abwesenheit, jedes einzelne Detail. Wie gesagt, ich verstehe Richard Burton. Ich bin nicht zurechnungsfähig, nicht im geringsten, einfach durch die Nacht zu fahren oder stundenlang an einem See entlangzulaufen, um die Gedanken an dich mit Musik und Ablenkung irgendwie in einem gesunden Maß zu halten ist nicht unbedingt meine Definition von normal. Aber weißt du was? Ich bin gern wahnsinnig. Jede Sekunde, in der ich dich liebe, ist es wert gelebt zu werden. Ich bin dem Wahnsinn nicht unbedingt freiwillig verfallen, das Mysterium meiner Liebe zu dir kann ich nicht erklären, will ich aber auch nicht. Freiwillig oder nicht, es gefällt mir, so soll es bleiben, von jetzt an bis in alle Ewigkeit, amen.
Dienstag, 6. März 2012
_________ (insert kreativen und passenden Titel here)
"How do you know when you're in love?" - "All the songs make sense"
Es gibt wirklich komplizierte Dinge im Leben, dazu gehören Elementarphysik und eine perfekt sitzende Jeans zu finden. In der selben, wenn nicht sogar eine Liga höher, spielt ein Liebesbrief der dir gerecht wird. Wie altmodisch, könnte man denken, aber was für eine Rolle diese Briefe spielen, verstehen vermutlich nur wir. Was würde ich dir schreiben? Schon allein die Anrede stellt ein Problem dar, die allererste Zeile, die so viel sagen soll. "Mein Schatz", zu gewöhnlich, das Possessivpronomen drückt nur annährend aus, was du für meine Person ausmachst, DASS du meine Person ausmachst. Schatz, das Wort das Kostbarkeit verdeutlichen soll ist noch viel zu materiell um dir zu sagen, wie kostbar du bist. Also keine Anrede. Ich würde direkt mit dem anfangen, was ich dir sagen will. Was will ich dir sagen? Dieser Brief sollte der auf Papier gebannte Versuch sein, meine Gefühle für dich auszudrücken, er sollte dir all das sagen, was unausgesprochen in der Luft zwischen uns liegt, diese unmessbare, unfassbare Spannung, die dem Takt meiner Gedanken ein Metronom und eine Energiequelle ist.
Ich will dir so viel sagen, vielleicht zu viel für alle Sprachen dieser Welt, wenn Bilder mehr als 1000 Worte sagen, so wäre ein Fotoalbum meiner Gedanken noch nicht genug, sondern vielleicht gerade einmal die Einleitung.
Ich will das sein, was du brauchst und was du verdienst, viel zu oft war ich das nicht, gerade die letzten Wochen verlangen nach Entschädigung, von der ich hoffe dass ich sie dir irgendwann ermögliche. Natürlich sind da Schuldgefühle, Wut über mich selber, endlose Fragen nach dem 'wie konnte ich nur?'. Doch die allein würden den Rahmen eines Briefes sprengen.
Ich würde dir sagen, wie einzigartig du bist, wie wunderschön, dass du mir den Atem und den Verstand raubst, jedes Mal aufs Neue.
Ich benutze das Wort 'Liebe' so ungern, weil es vielleicht eines der besondersten ist, die wir haben. Ein Wort, das mit fünf Buchstaben all das charakterisieren soll, was man für jemanden fühlt. Damit inflationär umzugehen, wäre mehr als Verschwendung. Aber dennoch bin ich überzeugt, du bist das, was ich Liebe nenne, denn Nichts ist mit dir zu vergleichen, Nichts, was jemals war. Liebe ist, zu wissen, was es bedeutet, dich zu verlieren. Und dich wiederzufinden. Liebe ist der Moment kurz vor einem Kuss, in dem man die Augen schließt und die Umwelt abschaltet. Liebe ist, wenn Lieder zu Erinnerungen werden. Liebe ist das dämliche Lächeln, in den unpassendsten Situationen, das mir deine SMS ins Gesicht zaubern.
Vielleicht würde ich versprechen, dich immer zu lieben, denn dich zu vergessen ist unmöglich. Ich gebe zu, ich habe es nie ernsthaft versucht, aber das würde ich auch niemals wollen. Warum die schönsten Erinnerungen, die kostbarsten Gedanken verdrängen?
Vielleicht würde ich dir von der Selbstbeherrschung erzählen die es kostet, vor anderen so zu tun als wäre da nichts, wenn ich dich sehe. Das ist nicht einfach, im Gegenteil, manchmal wünsche ich mir, es wäre nicht so kompliziert, oder außer dir und mir würde einfach kein weiterer Mensch existieren.
Mir würde auffallen, wie unstrukturiert meine Gedanken sind, dass der Brief eine strukturelle Katastrophe ist für einen Menschen, der seine Kleidung ordentlicher zusammelegt als ich.
Ich würde nostalgisch Erinnerungen an dich erwähnen, Stichwörter die dich an etwas erinnern, was wir zusammen erlebt haben, Hamburg, Alice im Wunderland, (k)ein Mond, und noch so viel mehr.
Ich würde stundenlang an einem Schlusssatz überlegen, etwas philosophisches vielleicht, oder einfach nur ein ich liebe dich, in roter Tinte, so pathetisch, würde dann alles verwerfen, nur meinen Namen unter den Brief setzen, vielleicht nicht mal den, sondern ihn mit einem prägnanten Satz enden lassen.
Ich hab die Worte nicht, finde die Worte nicht, dir zu sagen was ich fühl, ein Liedzitat, auch keine schlechte Idee. Aber welches? Denn sogut wie jedes der Lieder die ich auf meinem iPod habe, erinnern mich an dich.
Dann den ganzen Brief wieder verwerfen, neu anfangen, fluchen, mir der Unmöglichkeit der Aufgabe bewusst werden und schließlich einen Post auf meinem Blog dazu verfassen.
Ja, ich glaube so würde es ablaufen.
Montag, 27. Februar 2012
Räumliche Disparitäten
Ich könnte mich jetzt hier über meine eigene Situation auslassen, wofür dieser Blog meistens herhalten muss, habe mich aber entschlossen, mal über anderer Leute Probleme zu schreiben. Zudem ist mir das folgende Problem selbst nicht ganz unbekannt, was mir genügend Legitimation bietet, meine Meinung in die Öffentlichkeit zu werfen.
Eine Freundin sieht ihr Allerheiligstes bedroht, ihr zukünftiges Leben mitsamt der Person die es ausmachen soll. In nicht allzu ferner zeitlicher Nähe (das Paradoxon ist mir bewusst, denn ist Liebe das nicht immer, paradox?) plant ihr Freund ins Ausland zu gehen. Das große Abenteuer, vielleicht auch das Kleine, zumindest raus aus Deutschland in die Sonne hin zu Unbeschwertheit und neuen Ufern, im wahrsten Sinne des Wortes. Ob das Ziel nun Teneriffa, Afrika oder Australien ist, es ist mindestens ein Weltmeer zu viel für den Geschmack der besorgten Beziehungshälfte. Sie würde am liebsten alles Ausland nuklear Vernichten oder die Einreise in andere Länder verbieten lassen, das Objekt der Begierde zwangsentmündigen und einsperren oder zumindest auf wirkungsvolle Art und Weise davon abhalten, zu gehen. Die Illusion das Geliebte beziehungsweise den Geliebten niemals loszulassen und bis ans Ende der Zeit nicht von seiner Seite zu weichen, gleicht einem Kind dass seine ihm zweifelsohne unendlich wichtige Puppe oder ein Stofftier in den Händen hält und ihr schwört, sie niemals gegen ein menschliches Pendant einzutauschen, dass statt ihrer neben ihm im Bett liegt. Im Moment der Aussprache des Treueschwurs ist er so wahr wie kaum etwas anderes. Doch nur wenige Monate später findet die Puppe (oder besagtes Stofftier, suchts euch aus) mit großer Wahrscheinlichkeit einen Platz, den sie für die nächsten Jahre nicht verlassen wird. Eine Beziehung, die niemals eine Trennung, sei es nur temporär und räumlich und nicht emotional erlebt, muss wohl noch erfunden werden. Wahre Liebe braucht keinen Radius von weniger als 10 Kilometern. Emotionale Nähe misst man nicht in Metern oder Meilen, und auch geographische Unebenheiten stellen kein unüberwindliches Hindernis dar. Das einzige was wirklich gefährlich werden kann, sind die Barrieren die wir selber schaffen. Die zugegebenermaßen durchaus im Schwierigkeitsgrad gesteigerte Herausforderung nicht anzunehmen, ist eine Beleidigung für die Beziehung, von der man behauptet, sie sei einem so wichtig. Man ist nie vorher schlau genug um zu wissen, wie es hinterher aussieht. Früher überdauerte die Liebe beispielsweise ganze Kriege, wie schrecklich wäre es, wenn die Zurückgebliebenen leichtfertig ihre Liebe aufgegeben hätten. Ich würde sogar behaupten, Deutschland wäre um einige tausend Menschen ärmer. Was ist schon eine Reise ins Ausland, in einer Zeit, in der das Internet schneller ist, als die Gedanken der Menschen und man in signifikant weniger als 80 Tagen um die Welt reisen kann, und das deutlich komfortabler als in einem Heißluftballon.
Auch wenn die Beziehung eine Phase erlebt, die man nicht zusammen verbringen kann, bleibt die Verbindung bestehen. Liebe hört nicht einfach auf zu existieren. Wenn beidseitiges Interesse an der Fortführung der emotionalen Bindung besteht, ist es nicht nur im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten etwas, was eine Beziehung aushalten kann und wird.
Ich hoffe, das hilft dir, Katze.
Nora, der das Thema auch am Herzen liegt.
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