Montag, 26. März 2012

1.00 AM und ich brauche Ablenkung.

"Wenn Du mich verlässt muss ich mich wohl umbringen. Ohne Dich gibt es kein Leben fürchte ich. Und ich fürchte mich." (Richard Burton über Liz Taylor) 


Dieser Satz hat so eine unglaubliche Intensität. "Wahnsinns-Liebe" betitelt die Brigitte den Artikel über die Doppel-Biographie von Richard Burton und Liz Taylor. Aber ist sie das denn auch? Wahnsinnig?


Wahnsinn, der: Geisteskrankheit, bei der man nicht mehr zurechnungsfähig ist.
Quelle:  de.wiktionary.org/wiki/Wahnsinn

Ich fürchte, liebe Mitmenschen, ich bin wahnsinnig. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, ich verstehe Richard, sehr gut sogar. Jeder, der einmal wirklich geliebt hat, wird das tun. Natürlich ist da immer ein Stück weit diese Egozentrik, 'niemand liebt so sehr wie ich'. In der Tat fällt es mir schwer, mir vorzustellen, dass jemand anders so fühlt wie ich. Grausam, die Vorstellung, jemand anders fühle genau so über DICH wie ich es tue. Unerträglich der Gedanke, du fühltest für jemand anderen, das was ich für dich fühle. Das ist vermutlich das, was Richard Burton mit seinem Satz meint. Die Vorstellung der unerwiderten Liebe, des nicht zurückgeliebt Werdens. 
Ich fürchte, ohne dich gibt es kein Leben
Objektiv gesehen, ist dieser Satz falsch. Das Leben ist das, was du tust, jeden Tag, atmen, schlafen, essen. Objektiv gesehen. Subjektiv gesehen ist alles was ich tue von dir beeinflusst. Die Musik, die ich höre, erinnert mich an dich. Genauso wie alles andere was ich sehe, du bist allgegenwärtig. Ein wolkenloser Nachthimmel, so unendlich viele Sterne. Ich stehe draußen, suche den Mond, erfolglos. Heute ist Neumond. Schaue auf mein Handy, wünsche mir ein Lebenszeichen von dir, erfolglos. Du bist nicht da. Wie sollte ich mein Leben normal nennen können, wenn das was es ausmacht nicht da ist? Alles erinnert mich an deine Abwesenheit, jedes einzelne Detail. Wie gesagt, ich verstehe Richard Burton. Ich bin nicht zurechnungsfähig, nicht im geringsten, einfach durch die Nacht zu fahren oder stundenlang an einem See entlangzulaufen, um die Gedanken an dich mit Musik und Ablenkung irgendwie in einem gesunden Maß zu halten ist nicht unbedingt meine Definition von normal. Aber weißt du was? Ich bin gern wahnsinnig. Jede Sekunde, in der ich dich liebe, ist es wert gelebt zu werden. Ich bin dem Wahnsinn nicht unbedingt freiwillig verfallen, das Mysterium meiner Liebe zu dir kann ich nicht erklären, will ich aber auch nicht. Freiwillig oder nicht, es gefällt mir, so soll es bleiben, von jetzt an bis in alle Ewigkeit, amen.

3 Kommentare:

  1. Too long, didn't read :trollface: !
    Sex? Ich komm vorbei...

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  2. welcher Lappen klaut sich meinen Namen? Und macht dann auch noch Scheiße damit?

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