Sonntag, 8. Mai 2011

Über Ziele und das Verständinis von Glück, oder: Der Sinn des Lebens

                              "Alle meine Wünsche hatten sich erfüllt, und es verblieb nichts mehr, wofür ich hätte leben können. Im allgemeinen hält man das für einen Zustand der Verzweiflung; bei mir war es reinstes Glück" L.P. Hartley , The Go-Between


Vor nicht allzu langer Zeit, genau genommen gestern Abend, wurde ich nach meinen Zielen gefragt. Und ich war tatsächlich so perplex, dass mir weder eine nachvollziehbare oder wenigstens lustige Antwort eingefallen ist. Das hat mich dazu veranlasst, nochmal darüber nachzudenken, denn keine Antwort auf eine wirklich gute Frage ist ziemlich unhöflich. Oder dämlich. Und beides sind keine bevorzugten Eigenschaften von mir.
Also. Mal abgesehen von kleinen Zwischenzielen wie mal öfter Sport machen, oder ab und zu mal aufzuräumen sollte jeder ein großes Ziel haben, nach dem man sein Leben ausrichtet, was man durchaus als Sinn des Lebens bezeichnen könnte. Und das ist meiner Meinung bei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei 99% der Menschheit glücklich zu werden. Aber was Glück für jeden Einzelnen ist, das ist so verschieden dass man es wahrscheinlich nicht einmal in Worte fassen kann. Für den einen mag Glück sein, keine Wünsche mehr zu haben, wie bei Leo aus The Go-Between aus dem Zitat am Anfang. Glück kann sein, so viel Geld wie möglich zu haben (was ich persönlich für eine sehr fragwürdige Methode halte, glücklich zu werden, aber das ist ein anderes Thema), im Sommer draußen mit Freunden, guter Musik und Coctails in der Sonne sitzen kann genauso die perfekte Definition von Glück sein, wie Gartenzwerge zu sammeln. Dagegen kann man nichts sagen, denn jeder Mensch trifft seine Entscheidung über Glück allein. Mein persönliches Glück ist, andere Menschen, am liebsten die, die mir wichtig sind, aber am besten alle glücklich zu sehen. Ich bin ein glücklicher Mensch, (und dafür sehr dankbar) und der Meinung, dass man wenn man die Möglichkeit hat, was davon abgeben sollte. Wird ja nicht weniger dadurch, im Gegenteil, alle Freude die man schenkt kommt doppelt zurück, ist das nicht eins der ertragreichsten Geschäfte von dem ihr je gehört habt? Dementsprechend ist nun nach einiger Überlegung meine Antwort auf die Frage nach meinem Ziel: Mein Ziel ist es dich glücklich zu sehen. Damit wäre auch die Frage nach dem Sinn meines Lebens beantwortet. So einfach geht das.


Zum Abschluss liebe Grüße an alle glücklichen und unglücklichen Menschen, "es ist immer genug Liebe da" (Elke Heidenreich, Nero Corleone) . Und an Flores, der jetzt arbeiten muss. 
Eure Nora 

Freitag, 6. Mai 2011

Ist es nicht immer so.

Ist es nicht immer so, denke ich mir. Die Augen fest nach vorn gerichtet schauen wir zurück in die Vergangenheit. Dabei sollten wir uns nicht nur über das Gewesene definieren, sondern vor allem über das was ist. Und das was kommt. Die Zukunft ist dein Leben, nicht das was hinter dir liegt. Jede Sekunde kannst du eine Entscheidung treffen, die dein Leben verändert. Das hat noch nicht mal unbedingt etwas mit wichtigen Entscheidungen zu tun, in Anlehnung an die Chaos-Theorie kann eine Vielzahl von kleinen, für sich genommen unwichtigen Entscheidungen dein Leben so stark beeinflussen, dass unter Umständen das was du Existenz nennst auf der Straße endet. Oder in einer Luxusvilla. Nur weil man statt Orangensaft einen Kaffee gekauft hat. Das mag vielleicht übertrieben klingen, aber je mehr man darüber nachdenkt, desto plausibler wird es. Irgendwie hängt alles zusammen, mit unsichtbaren Fäden, die man vielleicht Schicksal nennen kann. Und wer diese Fäden zieht, ist wieder eine andere Frage. Ich bin der Meinung, man sollte sie niemals, wirklich nie aus den Händen geben. Es sei denn man zieht zu doll, und das ganze Leben stürzt ein, ein einziger Scheiterhaufen der einst das eigene Dasein definiert hat. Aber das muss wirklich nicht sein. Lieber sollte man auf die kleinen Dinge achten, die eben doch wichtig sind. Orangensaft oder Kaffee, das soll jeder für sich selber entscheiden, und das einzige Kriterium sollte sein, dass es gut für einen selbst ist. Das ist nicht so egoistisch wie es auf den ersten Blick scheint. Denn macht es uns nicht auch unglücklich, andere Leiden zu sehen? Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber für mich sind meine Mitmenschen ein Teil meines Lebens, der dazugehört wie ich selber.
Denn was wäre es ohne sie?
Was ich damit sagen will, achtet mehr auf die leisen Zwischentöne, sie sind wichtiger als all das Laute um uns herum, was vorspielt wichtig zu sein. Ist es nicht immer so? 

Sonntag, 3. April 2011

Was genau haben Träume eigentlich zu bedeuten? Da ich mich ausnahmsweise doch einmal an einen meiner Träume erinnert habe, kam mir diese Frage am nächsten Morgen als allererstes, noch vor "Warum genau muss ich nochmal aufstehen?" in den Sinn.
Es gibt doch tatsächlich Menschen, die meinen, dass man mit Träumen die Zukunft voraussagen kann. Ich weiß ja nicht was die träumen, aber ich kann das ganz bestimmt nicht.
Aber was ich glaube, ist dass unsere Träume ziemlich viel über uns selbst aussagen. In Träumen werden die gesammelten Eindrücke des Tages oder auch vorangegangener Tage verarbeitet. Das heißt, auch unbewusst Wahrgenommenes findet da auf einmal wieder den Weg an die Oberfläche des Erinnerns. 
Und das ist in soweit interessant, als dass sich auf einmal zeigt, was einen bewegt hat, ohne dass man es mitbekommen hat. Und so wird einem doch einiges über sich selbst klar.
Also auch wenn ihr seltsame Träume haben solltet, die eigentlich keinen Sinn machen, haben diese, davon bin ich überzeugt, auf konotativer Ebene eine Bedeutung. Vielleicht nichts Wichtiges, aber wer lernt nicht gerne etwas über sich selbst?


Um einmal komplett das Thema zu wechseln, draußen regnet es gerade Sintflutartig, und alle beschweren sich darüber. Ich finde das Wetter so wunderbar. Hat doch was, drinnen zu sitzen, mit heißem Tee und guter Musik, und am besten noch einen netten Menschen neben sich. Sooo schön gemütlich. Keine Frage, Sommertage sind auch was feines, aber man muss auch mal die anderen Schönheiten der Natur zu schätzen lernen. 


Bis demnächst, eure verträumte Nora

Montag, 21. März 2011

Was tun?

Was macht man, wenn man das gefunden hat, auf dass man gefühlt sein ganzes Leben gewartet hat? - Genau. Behalten! Und genau das ist mein Ziel für die nächsten tausend Jahre. Behalten heißt aber nicht zurücklehnen und nichts tun, liebe Prinzessinnen auf der Suche nach dem Märchenprinzen oder liebe Prinzessinnen mit bereits gefundenem Märchenprinzen. Nein, Behalten heißt, deinem Märchenprinzen zu zeigen, warum du ihn niemals gegen Prinz Charming eintauschen würdest. Und zwar nicht nur einmal! 
Für den Fall, dass du besagter Märchenprinz bist, auch Prinzessinnen wollen ab und zu hören, dass sie hübsch sind. 
Und falls ihr Prinzessinnen seid, die nie einen Prinzen wollten, sondern lieber einen richtigen Kerl mit Oberarm-Tattoo... auch die wollten wissen, dass ihr sie liebt. Ganz sicher. 
Ihr versteht was ich meine. 

Die versprochene Vorstellung der vielversprechenden Nachwuchsautorin kommt dann beim nächsten Mal, dass musste ich einfach vorher loswerden. 
Schlaft schön,

eure glückliche NORÁ

Donnerstag, 10. März 2011

HAPPINESS

Zuerst einmal ein riesiges DANKESCHÖN an alle die sich auf den letzten Blogeintrag gemeldet haben, besonders an Lukas, lodde und den mysteriösen Anonymen, die sich besonders viel Mühe gemacht haben. Ihr seid toll!
Des weiteren plane ich im nächsten Eintrag eine talentierte junge Autorin vorzustellen, die es definitiv wert ist, gelesen zu werden, also seid gespannt, es lohnt sich sehr!
In diesem Eintrag möchte ich mit euch ein Lied teilen, das mir gerade den Abend versüßt. Ich hatte heute nur kurz Schule, habe den Tag mit wunderbaren Leuten verbracht, Aufgaben die längst überfällig waren erledigt, ein bisschen Geld verdient und vor allem die Sonne und Temperaturen über 10°C genossen. Ich fühle mich grade wie die Königin der Welt. Ich hoffe ihr seid auch alle so glücklich, und wenn nicht, dann soll dieses Lied euch ein wenig fröhlicher machen. 
Viel Spaß beim hören!
http://www.youtube.com/watch?v=bgFh1rEr5dM

Freitag, 4. März 2011

Wichtiges.

Ich habe mal wieder das Bedürfnis über etwas zu schreiben, worüber ich nicht aufhören kann nachzudenken. Und vielleicht ist das hier ja auch irgendwie ein Weg, Lösungen zu finden. 
Wenn du also keine Lust auf Moralisches hast, dich zwingt keiner, das hier zu lesen. Aber wenn du's tust, mag ich dich.
Kennt ihr das, ihr seht jemanden, der euch etwas bedeutet, und ihr seht, wie dieser jemand langsam aber sicher irgendwie kaputt geht? Stück für Stück verschwindet das, was diesen Menschen ausmacht. Irgendwie werden die Personen auf die das in meinem Freundes- oder FreundesFreundekreis zutrifft immer mehr. 
Was soll man bitte tun, um ihm, oder, nicht nur für die Political Correctness, ihr klarzumachen, dass man sich Sorgen macht. Dass man bitte einfach nur den Menschen zurückhaben möchte, den man mal kennengelernt hat.
Wie erklärt man jemandem, der dabei ist, sich selber zu zerstören, das aber nicht so sieht, dass das, was er tut falsch ist?
Falsche Freunde, Drogen, Probleme, über die nicht geredet wird, es gibt viel zu viele Dinge, die dafür sorgen, dass Leute ihr Leben in die eindeutig nicht richtige Richtung leben. 
Wenn dann jemand meint, nicht mein Problem, ist ja deren Leben, ist diese Resignation zwar ein Stück weit verständlich, aber trotzdem, ist es nicht das, was einen Freund ausmacht. Jemanden nicht aufzugeben, auch wenn man das Gefühl hat, es sei sinnlos. Auch in schwierigen Zeiten da sein. Eigentlich sogar gerade dann. Das ist doch die ultimative Definition des Wortes "Freund". 
Auch wenn ich sonst relativ kreativ beim finden von Lösungen bin. Ich scheitere einfach an der Tatsache, dass ich das Gefühl habe, nicht das richtige zu sagen. Und jetzt? Wenn jemand sowas aus eigener Erfahrung kennt, oder sogar irgendwie konstruktive Lösungsansätze hat. BITTE BITTE BITTE melden.

Eure, ein klein wenig besorgte Norá.


Naja. Nicht nur ein kein wenig. 

Donnerstag, 3. März 2011

Sommer.

Kaum sieht man die ersten Sonnenstrahlen und wacht einmal bei blauem Himmel auf, ist eine Sache für die  nächsten sechs Monate garantiert nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen: Sommer.
Sonne gibt einem einfach ein positives Grundgefühl, man sieht die Welt mit ganz anderen Augen, und vor allem, was fast noch wichtiger ist, heller!
Dieses positive Grundgefühl sollte man ausnutzen. Hier kommt also das ultimative Rezept zum Freude verdoppeln.

Man nehme:
eine Person, die einem am Herzen liegt, und die einen im Idealfall auch noch zurück mag
ein wirklich ernst gemeintes und nettes Kompliment

Zubereitung:
Man mache dieser Person ein Kompliment und sagt ihr einfach mal, wie dankbar man ist, dass sie existiert. Und siehe da: Jemand freut sich, und man ist auch noch Schuld daran. Ist das nicht herrlich?


So ihr Lieben. Ich hoffe mal, ihr verbreitet jetzt alle schön positive Vibes und gute Laune.


SPREAD THE LOVE!





eure Norá.