Ist es nicht immer so, denke ich mir. Die Augen fest nach vorn gerichtet schauen wir zurück in die Vergangenheit. Dabei sollten wir uns nicht nur über das Gewesene definieren, sondern vor allem über das was ist. Und das was kommt. Die Zukunft ist dein Leben, nicht das was hinter dir liegt. Jede Sekunde kannst du eine Entscheidung treffen, die dein Leben verändert. Das hat noch nicht mal unbedingt etwas mit wichtigen Entscheidungen zu tun, in Anlehnung an die Chaos-Theorie kann eine Vielzahl von kleinen, für sich genommen unwichtigen Entscheidungen dein Leben so stark beeinflussen, dass unter Umständen das was du Existenz nennst auf der Straße endet. Oder in einer Luxusvilla. Nur weil man statt Orangensaft einen Kaffee gekauft hat. Das mag vielleicht übertrieben klingen, aber je mehr man darüber nachdenkt, desto plausibler wird es. Irgendwie hängt alles zusammen, mit unsichtbaren Fäden, die man vielleicht Schicksal nennen kann. Und wer diese Fäden zieht, ist wieder eine andere Frage. Ich bin der Meinung, man sollte sie niemals, wirklich nie aus den Händen geben. Es sei denn man zieht zu doll, und das ganze Leben stürzt ein, ein einziger Scheiterhaufen der einst das eigene Dasein definiert hat. Aber das muss wirklich nicht sein. Lieber sollte man auf die kleinen Dinge achten, die eben doch wichtig sind. Orangensaft oder Kaffee, das soll jeder für sich selber entscheiden, und das einzige Kriterium sollte sein, dass es gut für einen selbst ist. Das ist nicht so egoistisch wie es auf den ersten Blick scheint. Denn macht es uns nicht auch unglücklich, andere Leiden zu sehen? Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber für mich sind meine Mitmenschen ein Teil meines Lebens, der dazugehört wie ich selber.
Denn was wäre es ohne sie?
Was ich damit sagen will, achtet mehr auf die leisen Zwischentöne, sie sind wichtiger als all das Laute um uns herum, was vorspielt wichtig zu sein. Ist es nicht immer so?
Schicksal, sowas gibt es nicht.
AntwortenLöschenVielleicht nicht in der Form, dass alles vorbestimmt ist, aber eine grundsätzliche Existenz würde ich nicht leugnen. Sollte ich auch mal was drüber schreiben.
AntwortenLöschenAber das kann man dann nicht direkt Schicksal nennen. ;)
AntwortenLöschenwie denn sonst? :)
AntwortenLöschenIch weiß nicht, wie man es sonst nennen kann, aber das was mir an dem Wort oder eher an der Bedeutung Schicksal nicht gefällt ist, dass man mit Schicksal meint, dass etwas vorbestimmt ist. Aber man kann sich ja selber entscheiden, was man wie auch immer macht, nichts ist wirklich vorbestimmt, weil man durch eine Entscheidung ja die gesamte eigene Zukunft und auch die Zukunft von anderen ändern kann.
AntwortenLöschenMan entscheidet selber, nicht das Schicksal.