Mittwoch, 18. April 2012
Warum auch?
Woher nimmt ein Mensch die Motivation, an etwas zu glauben, was aussichtlos erscheint? Das Leben ist zugegebenermaßen nie einfach und manchmal auch überhaupt nicht schön. In diesen Momenten absoluter Dunkelheit wäre es, so würde man meinen, das einfachste, den dunklen Weg den man geht, zu verlassen. Sich umzudrehen, oder in eine andere Richtung zu laufen, dorthin wo man neues Licht vermutet. Dieser Weg des geringsten Widerstandes bedeutet auch, das aufzugeben, wofür man am Anfang bereit war in die tiefste Schwärze des Universums zu gehen, den weitesten Weg auf sich zu nehmen. Einmal eine ähnliche Situation erlebt zu haben, vergisst man sicher nicht. Von einem Tag auf den anderen in die unbarmherzige Kälte des Nichts geworfen zu werden, in die Grauzone des Unverständnisses schmerzt mehr, als man es erklären kann. Ich bin nicht umgekehrt oder habe eine neue Richtung eingeschlagen, ich hatte das Gefühl stehen zu bleiben, mich keinen Zentimeter bewegen zu können. Paralysiert von der Grausamkeit zu wissen, nichts ist mehr so, wie es vorher einmal war. Unfähig irgendwie logisch zu handeln, ist diese Zeit wie eine meterhohe Welle aus Emotionen und Situationen, denen ich nicht gewachsen war, über mir zusammengeschlagen. Niemand konnte mir wirklich helfen bei dem, was in mir vorging, auch wenn einige es versucht haben. Natürlich habe ich daran gedacht, umzukehren, wollte raus aus dem Elend. Mehr als einmal. Doch nach einiger Zeit, den Blick darauf gerichtet, wo einmal das Licht der Hoffnung am Ende des Weges war, lichtete Sich der Nebel meines geistigen Unvermögens. Die Erinnerung daran, weshalb ich beschlossen hatte, diesen Weg zu gehen kam zurück und mit ihr der Wille, ihn weiter zu gehen. Denn das Licht, dass sich am Ende dieses Weges befindet, ist heller und wärmer, als es jedes andere jemals sein kann. Das Licht ist es wert, die Dunkelheit zu ertragen, das Umhertreiben im Meer von unausgesprochenen Fragen, jeden noch so steinigen Abschnitt, der sich mir noch in den Weg stellt. Ich bin gefallen, aber ich bin aufgestanden, um diesen Weg weiterzugehen, und ich werde so lange damit weitermachen, bis ich jede irdische Möglichkeit ausgeschöpt habe, den Weg zu gehen. Denn hinter der Dunkelheit ist das Licht, genauso wie hinter den Wolken immer die Sonne ist, selbst wenn man sie nicht sieht. Dieser Weg ist so wichtig für mich, dass ich ihn nie wieder verlassen will. Denn er führt zu dir. Darum.
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Too Long, didn't read
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