Sonntag, 30. Oktober 2011
Folgende Situation: Du bist 6 Jahre alt. Und wünscht dir etwas zu Weihnachten. Bekommst es nicht. Wünscht es dir zum Geburtstag. Bekommst es nicht. Wünscht es dir zu Ostern. Bekommst es nicht. Du wünscht es dir immer mehr, mehr als alles andere. Dieser Wunsch wird schon fast zur Besessenheit, ein verzweifeltes Streben nach Perfektion, man definiert sich über diesen Wunsch, das Leben hat wieder einen Sinn, sollte er erfüllt werden. Jahrelang verbleibt der Wunsch ein fester Bestandteil deiner Selbst. Und dann, auf einmal, ohne Vorwarnung, an einem verregneten Tag im Mai, oder einem sonnigen Tag im Oktober, es ist weder Weihnachten, Geburtstag, Ostern, Namenstag, noch sonst irgendetwas wozu man etwas Besonderes erwartet, steht das Geschenk vor dir. Zuerst traust du dich nicht es auszupacken, vermutest Betrug, Verwechselung, Halluzination, und wenn du es dann schlussendlich doch nimmst, ist es noch viel besser als du es dir vorgestellt hast. Kannst du dir dieses Gefühl vorstellen? Wenn ja, dann stell es dir doppelt so stark vor, und dann weißt du ungefähr wie ich mich gefühlt habe, als mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. 3 Jahre musste ich warten, hab mal mehr und mal weniger stark gewünscht, (in den letzten 6 Monaten eher mehr...) und ich muss zugeben ich bin der glücklichste Mensch der Welt, irgendwie. Ich bin zwar der Meinung, dass ein materielles Geschenk diese Gefühle nie auslösen könnte, aber das kann jeder sehen wie er will. Nach einiger Zeit, so nach ungefähr zweieinhalb Jahren glaubt man, dass der Wunsch niemals in Erfüllung gehen wird, und tut er es doch, ist es, um mal bei der Geschenk-Theorie zu bleiben, wie wenn man das ganze Leben erzählt bekommt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, und dann steht er mit Rentierschlitten und allem was dazu gehört vor dir. Es ist tatsächlich ein einzigartiges und unbeschreibliches Erlebnis, den Weihnachtsmann zu sehen, ohja. Was ich damit sagen will? Einmal, dass ich mich ziemlich gut finde, den Wunsch nicht aus den Augen verloren zu haben. Und andererseits: Hört niemals auf, zu träumen und tut was dafür, dass eure Träume in Erfüllung gehen! Wenn man nicht aufgibt und sich ein bisschen anstrengt, kann man alles schaffen.
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